Solidaritätsnote an die Hilfskräfteinitiative Uni Kassel

Hier gibt es die Erklärung auch als pdf.

Uni Kassel Unbefristet solidarisiert sich mit der Hilfskräfteinitiative Uni Kassel und ihrem Ziel, die Arbeitsbedingungen der knapp 2000 studentischen Hilfskräften an der Kasseler Uni zu verbessern.
Ihr Name bringt die Absurdität ihrer Arbeitsverhältnisse bereits bestens auf den Punkt: Hilfskräfteinitiative Uni Kassel – Wir sind keine Sachmittel!
Tatsächlich gehören die studentischen Hilfskräfte gemäß Finanzaufstellung nicht zum Personal, sondern zu den Sachmitteln, und so werden sie nicht selten auch behandelt: Als hätten sie keine eigenen Rechte; sie werden da eingesetzt, wo es brennt, unabhängig von Uhrzeit, Verantwortungsgrad, bereits geleisteten Arbeitsstunden oder Urlaubsanspruch.
Und die Zuordnung zu den Sachmitteln birgt ein noch grundlegenderes Problem: Studentische Hilfskräfte haben keine arbeitsrechtliche Vertretung und damit keine Möglichkeit der Mitgestaltung ihrer eigenen Arbeitsbedingungen. So sind sie auf die Sympathie ihrer Vorgesetzten und das Engagement des AStA angewiesen, der aber die Interessen der Studierendenschaft allgemein vertritt. Für die sehr spezifischen Belange der studentischen Hilfskräfte ist der AStA nicht zuständig.
Wie schlecht es um die Arbeitsbedingungen an der Universität Kassel steht, wissen wir von Uni Kassel Unbefristet aus eigener Erfahrung. Die Befristungsquote der wissenschaftlichen und administrativ-technischen Stellen ist hier nochmal höher als an anderen hessischen Hochschulen. Bislang schiebt das Präsidium die Verantwortung für die desaströse Personalpolitik mal auf die Landesebene, mal in die Fachbereiche oder bisweilen sogar zur Studierendenvertretung! Personelle Lücken zwischen Kettenbefristungen müssen nicht selten von studentischen Hilfskräften abgemildert werden. Der Einsatz von Hilfskräften für klassische universitäre Daueraufgaben (z.B. Bibliothek, IT, diverse Koordinations- und Beratungsaufgaben) ersetzt wiederum in Teilen unbefristete Stellen.
Doch wir lassen uns nicht vereinzeln und gegeneinander ausspielen! Stattdessen setzen wir uns gemeinsam für eine Universität ein, in der wir alle gut lernen und arbeiten können. Ohne Sachzwang und nicht als Sachmittel – sondern als KollegInnen, die diese Universität überhaupt erst möglich machen.
Mehr Informationen zur Hilfskräfteinitiative Uni Kassel findet ihr auf Facebook und ihrer Website.

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