8. Dezember

I Don’t Like Mondays

Photo by A.D.

International employees at the University of Kassel who fall into the category specified by the EU as Employees from Third Countries (i.e. non EU/EEA states) are often faced with the double „Befristung“, first by the duration of their contract and second by the duration of their residence permit which is connected to their contract.

It is not rare that the Foreigner’s Office provides you with a residence permit that ends on the exact same day as your work contract. If your contracts only last for a couple of months then they don’t even provide you with a regular residence permit but the so-called fictional permit until you show them a longer contract.

Apart from the sleepless nights of thinking and planning, what happens next, where are you going to live, where will you go, if the current contract is not extended on time, the double “Befristung” is a double burden put on the backs of international employees at the university who are already faced with challenges related to living in a foreign country, which entail being far away from their families, learning a new language and understanding the way the country’s institutions and services work.

Imagine yourself on this Sunday in the shoes of a person whose contract just ended and with it their residence permit. If you did not do this on last Friday, you can use the day tomorrow to finalize the project report, clear your work desk, and have a short round of farewell drinks with friends and colleagues, pack all of your belongings, leave behind your previous life and home and jump on the next plane out of Germany. Gives a whole new dimension to the song “I Don’t Like Mondays”, no?

(one of many international colleagues at the university)


Internationale Beschäftigte der Universität Kassel, die in die von der EU als Arbeitnehmer aus Drittstaaten (d.h. Nicht – EU / EWR – Staaten) festgelegte Kategorie fallen, sind häufig der doppelten Befristung ausgesetzt, erstens durch die Vertragsdauer und zweitens durch die Dauer ihrer Aufenthaltserlaubnis, die von dem Arbeitsvertrag abhängig ist.

Nicht selten erteilt die Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis, die genau auf die Dauer des Arbeitsvertrags ausgestellt ist und am letzten Tag deines Arbeitsvertrags endet. Wenn deine Arbeitsverträge nur wenige Monate dauern, erhätlst du nicht einmal eine ordentliche Aufenthaltserlaubnis, sondern eine sogenannte Fiktionsbescheinigung, bis du einen längeren Arbeitsvertrag vorlegen kannst.

Mal ganz abgesehen, von den schlaflosen Nächten, in denen du überlegst und planst, was als Nächstes passiert, wo du leben wirst, wohin du gehen sollst, wenn dein jetziger Vertrag nicht rechtzeitig verlängert wird, ist die doppelte Befristung eine doppelte Belastung für internationale Beschäftigte der Universität. Sie stehen bereits vor Herausforderungen, die mit dem Leben in einem fremden Land zusammenhängen, weit weg von ihren Familien und Freunden, wo eine neue Sprache aber auch die Abläufe in der Arbeit und in Behörden erlernt werden.

Versetze dich an diesem Sonntag in die Lage einer internationalen Mitarbeiterin, deren Arbeitsvertrag gerade abläuft, und damit auch die Aufenthaltserlaubnis. Wenn du dies vorgestern, am letzten Arbeitstag, nicht getan haben, kannst du den Tag morgen nutzen, um den Abschlussbericht des Projekts zu Ende zu schreiben, deinen Schreibtisch zu räumen, dich von Freund*innen und Arbeitskolleg*innen zu verabschieden, deine sieben Sachen zu packen, dein bisheriges Leben und Zuhause zurück zu lassen und mit dem nächsten Flugzeug Deutschland verlassen. Es verleiht dem Song „I Don’t Like Mondays“ eine ganz neue Dimension, oder?

(eine von vielen internationalen Kolleginnen an der Universität)

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