Solidaritätserklärungen zur Außerordentlichen Personalversammlung

Nicht nur in Kassel, auch an vielen anderen Universitäts-Standorten in Deutschland gibt es Initiativen, die sich für gute Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft einsetzen, viele davon sind Mitglied des Netzwerks für gute Arbeit in der Wissenschaft – NGAWIss. Von diesen Gruppen und Initiativen haben wir Solidaritätsnoten erhalten, um uns für die außerordentliche Personalversammlung zu unterstützen. Diese veröffentlichen wir hier nach und nach. Vielen Dank für eure Worte!

#1

„Wir, die Mittelbauinitiative der TU Berlin, solidarisieren uns mit der Organisierung der Beschäftigten der Universität Kassel und dem Engagement der Initiative Uni Kassel Unbefristet. Befristungen im wissenschaftlichen Betrieb führen überall zu Unsicherheit, Stress und wirken sich negativ auf die Qualität von Lehre und Forschung aus. Wir wünschen eine erfolgreiche Personalversammlung als einen Schritt hin zu einer umfassenden Entfristung an der Universität Kassel und als Signal, dass sich deutschlandweit etwas ändern muss für gute Arbeit in der Wissenschaft.“

#2

Aus dem Netzwerk Kritische Kommunikationswissenschaft

„Kritische Kommunikationswissenschaft braucht förderliche Rahmenbedingungen, diese sind derzeit an den Hochschulen nicht gegeben. Vielmehr machen chronische Unterfinanzierung und prekäre Arbeitsbedingungen gerade für den „Mittelbau“ (Doktoranden, Post-Docs, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen) eine wissenschaftliche Karriereplanung nahezu unmöglich. Diese von Konkurrenz geprägte Situation erschwert das Erarbeiten eines (gesellschafts-) kritischen Standpunktes zusätzlich. Das Netzwerk Kritische Kommunikationswissenschaft unterstützt daher das Anliegen der Initiative „Unikassel Unbefristet“.“

#3

Vom Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft NGAWiss:

„Das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) beglückwünscht die Mitgliedsinitiative Uni Kassel Unbefristet zu ihrem großen Erfolg. Sie haben zu einer außerordentlichen Personalversammlung mobilisiert, weil die Beschäftigten das Befristungsunwesen nicht mehr hinzunehmen bereit sind. „Uni Kassel Unbefristet“ zeigt damit auch, dass sich Engagement lohnt und wir uns mit Prekarität, Unsicherheit, Stress und schlechten Arbeitsbedingungen nicht abfinden müssen – und dass auch die Hochschulen sich bewegen müssen. Denn auch unterhalb des langfristigen Ziels – der Abschaffung des Sonderbefristungsrechts in der Wissenschaft – sind konkrete Schritte der Verbesserung nötig UND möglich!

Wir wünschen eine erfolgreiche Personalversammlung am 12.12. und dass das Beispiel Schule macht!“

#4

Solidaritätsnote von undercurrents an UniKassel Unbefristet

 

In weniger als einem Monat habt ihr erfolgreich 800 Unterschriften von Angestellten der Uni Kassel gesammelt und damit eine außerordentliche Personalversammlung zum Thema Befristung durchgesetzt. 96 % aller 2017 an der Uni Kassel abgeschlossenen Arbeitsverträge sind befristet. Wir sind beeindruckt, wie zügig und konsequent ihr es geschafft habt, euch für euren Kampf um bessere, entfristete Arbeitsverträge uniweit und darüber hinaus Gehör zu verschaffen. Wir unterstützen eure Initiative ausdrücklich und ermutigen alle Beschäftigten der Uni Kassel, am 12. Dezember von ihrem Recht Gebrauch zu machen, an der Personalversammlung teilzunehmen und dem Präsidium gegenüber Druck aufzubauen! Als undercurrents-Redaktion verstehen wir uns nicht nur als ein Debattenforum für linke Literaturwissenschaftler_innen, Literaturschaffende und -interessierte, sondern kämpfen wie ihr für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen im wissenschaftlichen Betrieb. Daher sind wir solidarisch mit euch und euren Forderungen und wünschen euch viel Erfolg im Kampf um eine umfassende Entfristung!

 

#5

„Als AG Mittelbau der Wissenschafts-, Medizin- und Technikgeschichte unterstützen wir KASSEL UNBEFRISTET! Befristete Anstellungen sind mittlerweile zum Normalfall an deutschen Universitäten geworden – und darunter leiden Lehre, Forschung und die Wissenschaftler*innen selbst. Es ist an der Zeit, deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann. KASSEL UNBEFRISTET zeigt, was auf lokaler Ebene im Kampf gegen prekäre Arbeitsverhältnisse erreicht werden kann und welchen Spielraum einzelne Universitäten haben.“

#6

„Seit ihrer Gründung 1996 kämpfen wir, die IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen (Wien), gegen akademische Prekarität, für unbefristete Jobs und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den österreichischen Universitäten generell. Wir unterstützen euer Engagement für gute Arbeit und gutes Leben in der Wissenschaft und solidarisieren uns mit eurem Kampf für die Entfristung der Beschäftigten an der Universität Kassel. Gute Wissenschaft und akademische Lehre haben gute Arbeitsplätze für WissenschafterInnen zur Voraussetzung.“

#7

Die Bundesarbeitsgruppe Studierende in ver.di sendet solidarische Grüße nach Kassel an die Initiative Uni Kassel Unbefristet!

#8

„Die Postdocsprecher*innen der CAU Kiel beglückwünschen die Mitgliedsinitiative „Uni Kassel unbefristet“ zu ihrem großen Erfolg einer außerordentlichen Personalversammlung! „Uni Kassel Unbefristet“ zeigt damit, dass wir uns mit schlechten Arbeitsbedingungen nicht abfinden müssen. Wir wünschen eine erfolgreiche Personalversammlung am 12.12.!“

#9

„Die Landesvertretung akademischer Mittelbau Sachsen teilt das Anliegen von Kassel Unbefristet, endlich das ausufernde Befristungsunwesen im Hochschulbereich einzudämmen. Und wir sind damit ja auch nicht allein. Von allen Seiten bis hin zur ehemaligen Bundesministerin für Bildung und Forschung wird das Problem angesprochen. Passieren tut freilich nicht viel. Die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes wurde erfolgreich bis zur Unkenntlichkeit verwässert und ein Programm zur Zwischenfinanzierung von 1000 Tenure-Track-Positionen ist bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und bei aller berechtigten und vielfach geteilten Kritik am System der deutschen Hochschulfinanzierung: Es sind auch die Hochschulen gefordert, sich endlich ernsthafte Gedanken über eine nachhaltige Beschäftigungspolitik zu machen. Viel zu viele und viel zu kurze Befristungen schaden den Mitarbeiter*innen, der Forschung, der Lehre und der Organisation der Hochschulen. Wir brauchen nachhaltige Berufswege in der Wissenschaft und kein Hire and Fire — eine Erkenntnis, die sich in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes längst durchgesetzt hat.“

#9

Mittelbauinitiative Heidelberg: „Wir solidarisieren uns mit den Beschäftigten der Uni Kassel in ihrem Kampf gegen den Befristungswahnsinn! Der grassiert nicht nur in Kassel, sondern bundesweit an deutschen Hochschulen. Nur gemeinsam werden wir die fortschreitende Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeit aufhalten können und eine demokratische Hochschule aufbauen.

Solidarische Grüße nach Kassel
Ihr seid nicht allein und wir werden uns ein Beispiel an Euch nehmen!“

#10

„Die Initiative Applied Solidarity der University of Applied Sciences wünscht ihren Genoss*innen für die Verhandlung am 12.12.18 bei der außerordentlichen Personalversammlung alles gute!
Wir solidarisieren uns mit den Arbeitskämpfen der Uni Kassel unbefristet!“

#11

GEW Studis – Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten: „Am kommenden Mittwoch wird an der Universität Kassel die Vollversammlung der Mitarbeiter_innen stattfinden. Hierfür hat sich die Initiative Uni Kassel Unbefristet eingesetzt, die sich gegen die prekäre Lage des Mittelbaus an der Uni Kassel einsetzt.

Wir GEW Studis solidarisieren uns mit den Forderungen der Beschäftigten an der Uni Kassel (und natürlich auch anderswo) und wünschen euch Menschen in Kassel am Mittwoch viel Erfolg und Kraft, um eure Interessen zu verwirklichen.

#unbezahlt #notjust #gewerkschaftensindauchganznice“

#12

Mittelbau Initiative Leipzig: „Sozialer Zusammenhalt durch gerechte Teilhabe an Bildung, Arbeit, Einkommen, Wohnen.

Eure und unsere Forderungen und Anliegen für die wissenschaftlichen Mitarbeiter an den Deutschen Universitäten haben ein Fundament im Leipziger AUFRUF2019.de, der u.a. vom Leipziger Thomas Pfarrer i.R. Christian Wolff und dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung initiiert und von mehreren Professoren aus dem Senat der Universität Leipzig gezeichnet wurde. Bei einer Befristungsquote von 96% bei Euch in Kassel und 91 % bei uns in Leipzig kann nicht mehr von einer gerechten Teilhabe an Arbeit gesprochen werden. Von gerechter Teilhabe an Einkommen kann im Fall von Lehrbeauftragten nicht gesprochen werden, wenn für diese „Selbstständigen“ am Schluss weniger als der Mindestlohns übrig bleibt. Es gibt im Leipziger Mittelbau viele, die Euren Tweets folgen. Bleibt bitte weiterhin so aktiv! Wir sind gespannt, welche Lösungen ihr auf Eurer außerordentlichen Personalversammlung am
12.12. für den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Universität Kassel findet.“

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